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Success Stories

FÖRDERMITTEL DATENBASIERT STEUERN – MIT MICROSOFT FABRIC.

3 Minuten

Ein lilafarbener, abstrakter Hintergrund mit Neon-Highlights.

Inhaltsverzeichnis

IMPACT

Die Stiftung der Deutschen Fernsehlotterie vergibt Fördermittel für soziale Projekte in ganz Deutschland. Dafür braucht es einen verlässlichen Überblick über Bewerbungen, Bewilligungen, Auszahlungen und Verwendungsnachweise.

Das Reporting war über die Jahre gewachsen. Daten wurden aus dem operativen System exportiert, weiterverarbeitet und für unterschiedliche interne Zielgruppen aufbereitet. Das funktionierte, war aber aufwendig und nur begrenzt skalierbar.

Mit der neuen Datenarchitektur wurde das Reporting neu strukturiert. Datenflüsse laufen heute automatisiert, Kennzahlen sind konsistent definiert und Berichte stehen strukturiert für unterschiedliche Nutzergruppen zur Verfügung.

Das Ergebnis ist eine stabile Plattform, die das operative Controlling unterstützt und gleichzeitig eine belastbare Grundlage für strategische Entscheidungen im Vorstand schafft. Manuelle Zwischenschritte wurden reduziert, Abstimmungen vereinfacht und die Weiterentwicklung des Systems deutlich erleichtert.

CHALLENGE

Im Förderprozess entstehen viele unterschiedliche Daten. Von der Organisationsprüfung, Bewerbung, Bewilligungen und Mittelabrufe bis hin zu Verwendungsnachweisen und Rückforderungen laufen zahlreiche Informationen zusammen.

Die Verarbeitung dieser Daten basierte bislang auf CSV-Exporten aus dem operativen System. Diese wurden manuell weiterverarbeitet und für das Reporting aufbereitet. Das war grundsätzlich möglich, brachte aber einen hohen Abstimmungsaufwand mit sich und erschwerte eine strukturierte Weiterentwicklung.

Gleichzeitig stellte sich die Frage, wie eine zukunftsfähige Plattform aussehen kann. Wie lassen sich Daten automatisiert integrieren? Wie müssen Kennzahlen aufgebaut sein, damit sie fachlich eindeutig und konsistent sind? Und wie kann ein Berechtigungskonzept aussehen, das Sicherheit bietet, ohne unnötig komplex zu werden?

Gesucht war keine kurzfristige Lösung, sondern eine Architektur, die fachlich trägt und langfristig stabil betrieben werden kann.

APPROACH

STRATEGISCHE ARCHITEKTURENTSCHEIDUNG Zu Beginn stand nicht die Technologie, sondern die Frage nach dem richtigen Zielbild. Wie soll das zukünftige Reporting aussehen? Welche Anforderungen kommen aus dem Fördergeschäft? Und wie lässt sich eine Lösung gestalten, die langfristig tragfähig ist? Gemeinsam wurden bestehende Prozesse, Systemabhängigkeiten und Reporting-Anforderungen strukturiert analysiert. Dabei wurden unterschiedliche Architekturvarianten betrachtet – von einem fokussierten Power-BI-Setup bis hin zu einer umfassenden Plattformlösung auf Basis von Microsoft Fabric. Entscheidend war nicht nur die technische Machbarkeit, sondern auch Betriebsfähigkeit, Governance und Wirtschaftlichkeit. Ziel war eine Architektur, die stabil läuft, mit den Anforderungen wachsen kann und intern beherrschbar bleibt. Das Ergebnis war eine klar definierte Zielarchitektur mit Microsoft Fabric als zentraler Plattform für Datenintegration, Datenmodellierung und Reporting.

TECHNISCHE UMSETZUNG DER PLATTFORM Auf dieser Basis wurde die neue Datenplattform aufgebaut. Ein zentraler Schritt war die Ablösung der manuellen CSV-Exporte durch eine API-basierte Integration. Über strukturierte JSON-Schnittstellen werden Daten nun inkrementell und automatisiert DSGVO konform in die Plattform geladen. Für die Verarbeitung kamen Dataflows Gen2 innerhalb von Microsoft Fabric zum Einsatz. Die Datenarchitektur folgt einer Medallion-Logik mit klarer Trennung von Rohdaten, aufbereiteten Daten und auswertbaren Strukturen. Historische Änderungen, beispielsweise an Organisationsmerkmalen, werden über ein SCD2-Modell nachvollziehbar gespeichert. So bleiben Entwicklungen im Zeitverlauf analytisch auswertbar. Im Zentrum steht ein Fabric Warehouse, das als stabile Grundlage für das Reporting dient. Darauf aufbauend wurden mehrere semantische Modelle in Power BI entwickelt, die fachlich konsistente Kennzahlen bereitstellen und gleichzeitig performant bleibt. Auch das Berechtigungsmodell wurde bewusst gestaltet. Über Microsoft Entra und klar definierte Rollenstrukturen wird sichergestellt, dass unterschiedliche Nutzergruppen gezielt auf relevante Inhalte zugreifen können, ohne unnötige Datenrechte zu erhalten. Die Plattform ist damit nicht nur technisch sauber aufgesetzt, sondern auch organisatorisch anschlussfähig.

FACHLICHE STEUERUNGSLOGIK Parallel zur technischen Umsetzung wurde das Fördermittelmanagement fachlich strukturiert modelliert. Gemeinsam wurden zentrale Kennzahlen definiert und eindeutig abgegrenzt. Dazu gehören bewilligte und ausgezahlte Förderungen, Auszahlungsquoten, Rückforderungen sowie der Status laufender Förderprojekte. Ziel war eine konsistente Sicht auf die Daten, die sowohl im operativen Controlling als auch auf Kuratoriumsebene genutzt werden kann. Statt unterschiedlicher Interpretationen einzelner Zahlen gibt es heute eine gemeinsame Grundlage für Entscheidungen.

TECHNOLOGIEN IM EINSATZ

• Microsoft Fabric • Fabric Warehouse • Dataflows Gen2 • Delta Tables • Power BI • Azure Entra / Berechtigungsmodell • API-Integration (JSON, Paginierung) • Medallion Architecture

Blueforte ist Microsoft Fabric Featured Partner und Microsoft Solution Partner für Data & AI und hat die Mitarbeitenden der Stiftung Deutsches Hilfswerk auf technologischer Ebene gecoacht und bei der Umsetzung unterstützt.

CUSTOMER VOICE

„Unsere Fabric Kapazität läuft und wir können jetzt schneller, besser und mit größerer analytischer Tiefe auf unsere Zielgruppen zugeschnitten berichten. Aus Daten wurden Erkenntnisse. In dem Zusammenhang würde ich mich gern für die großartige Zusammenarbeit auf Augenhöhe bedanken.“

Tobias Voigt – Referent Evaluation & Wirkung

ÜBER DIE STIFTUNG DER DEUTSCHEN FERNSEHLOTTERIE

Die Stiftung Deutsches Hilfswerk wurde 1967 in Hamburg gegründet und ist die gemeinnützige Stiftung hinter der Deutschen Fernsehlotterie. Sie fördert soziale Projekte in ganz Deutschland und unterstützt Initiativen, die u.a. gesellschaftliche Teilhabe, Kinder, Familien und bürgerschaftliches Engagement stärken.

Seit ihrer Gründung konnten über 11.000 Projekte realisiert und über 2,1 Milliarden Euro Fördermittel bereitgestellt werden – mit dem Ziel, das solidarische Miteinander in Deutschland nachhaltig zu stärken.

Moin. Ich bin Sebastian, Head of Microsoft Analytics.

Mein Ziel: Innovative Lösungen aus einer Hand anzubieten, die sich leicht in bestehende Architekturen integrieren lassen.

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